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Magie...

 

Gibt es sie? Gibt es diesen ganz bestimmten Moment, an dem es so scheint, als würde die Welt für einen Moment aufhören, sich zu drehen?

Wir alle kennen diesen Moment aus Filmen. Zwei Menschen begegnen sich, sehen einander an und da ist er – der Moment, an dem man für einen Augenblick den Atem anhält, weil man so gefesselt ist. Ab diesem Moment ist klar, dass diese beiden Menschen füreinander bestimmt sind. Ihre Blicke kreuzen sich, da ist dieser bestimmte Blick, der das Ende des Films bereits erahnen lässt. Die ganze Handlung wird nur darauf abzielen, dass beide sich am Ende in den Armen liegen werden und sich sagen, wie sehr sie einander brauchen. Doch vorerst müssen sie über viele Hürden gehen, um genau an dieses Ziel zu kommen.

Was in Filmen so logisch erscheint, ist im realen Leben bei weitem nicht so. Wir Frauen sind möglicherweise auch zu geblendet von diesen Filmen, die alle nach dem gleichen Schema ablaufen und deshalb so naiv zu denken, man könne dieses Raster auch im normalen Leben anwenden.

Da ist er. Unsere Blicke kreuzen sich. Dieser Moment. Wir können ihn genau spüren. Es ist dieses ganz bestimmte Gefühl, das wir im Bauch haben und das uns selbst nachdem der Moment verflogen ist nicht mehr loslässt. Und plötzlich ist sie da: die Gewissheit. So wie die Gewissheit, dass die beiden Hauptdarsteller im Film an Ende glücklich vereint sein werden, so haben wir auch im realen Leben genau diese Gewissheit.

Doch unter Umständen verrennen wir uns in genau dieser. Denn nichts im wahren Leben gibt uns die Sicherheit, dass es ein Happy End geben wird. Und dann besteht noch diese vage Vermutung, dass diese Magie, die wir spürten, gar nicht wirklich existiert.

Oder kann sie womöglich doch existieren? Reicht es, an etwas zu glauben, damit es existiert und hört damit erst auf zu existieren, wenn wir aufhören, daran zu glauben?

Frauen brauchen dieses Etwas, an dem sie sich festkrallen können. Diese übergeordnete Macht, die scheinbar niemand beeinflussen kann. Wir lesen Horoskope, die sich irgendein Autor ausgedacht hat, wahrscheinlich ohne, dass auch nur ein einziger Stern an diesen Zeilen mitgearbeitet hat. Und doch lesen wir das Horoskop und glauben daran, dass es stimmt. Und selbst Frauen, die sagen, sie glauben nicht an so etwas, glauben daran. Und das ist doch eigentlich das Schöne an der Sache: nie den Glauben zu verlieren, egal wie hoffnungslos die Realität zu sein scheint. Und somit geben wir der Magie wenigstens die Möglichkeit zu existieren. So haben wir wenigstens Erinnerungen an genau diese Momente, die uns für einen Augenblick den Atem anhalten ließen. Erinnerungen, die uns lange Zeit später immer noch dieses Gefühl spüren lassen. Dieses Gefühl, das uns an Märchen glauben lässt, das uns diese tiefste Zufriedenheit beschert. Es sind genau die Momente, an die wir uns so gerne zurückerinnern, unabhängig davon, wie das ganze nun ausgegangen ist. Denn sie geben uns Hoffnung, dass wir genau so einen Moment noch einmal erleben können und ihn dann für immer festhalten können. Er lässt uns hinwegsehen über all die schlechten Dinge, die uns widerfahren sind. Und solange wir glauben, besteht die Möglichkeit, dass wir unser eigenes Happy End bekommen.

„Bei jedem Sonnenaufgang, wenn das Licht erstrahlt, gibt es diesen einen Moment, in dem Magie möglich ist. Die Schöpfung hält ihren Atem an.“ Douglas Adams

14.6.08 15:27
 


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