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Labels or Love?

Wenn man den neuesten Studien trauen darf, denken Männer alle 52 Sekunden an Sex. Das ist nichts Neues, nichts Überraschendes. Doch auch wir Frauen scheinen am Tag des Öfteren mit unseren Gedanken abzuschweifen und beginnen alle 60 Sekunden von einer ganz bestimmten Sache zu träumen: Dem Shopping! Männer denken an unkomplizierten Sex, an diese eine Sache, die ihre Triebe befriedigt und ihnen für einen kurzen Moment dieses unglaublich tolle Glücksgefühl verschafft. Es ist fast schon traurig, dass wir Frauen nicht dazu fähig sind, uns von dieser Sache so sehr pushen zu lassen, dass es uns selbst an einem anstrengenden Tag im Büro für einen kurzen Moment dieses Lächeln auf die Lippen zaubern kann. Dazu müssen wir ans Einkaufen denken, an ein neues Paar Schuhe, ein neues Kleidungsstück. Warum macht uns Einkaufen so viel glücklicher als Sex?

Einkaufen ist wesentlich unkomplizierter und – was wohl am wichtigsten ist – immer befriedigend. Wir können unverbindlich shoppen gehen – doch unverbindlich Sex haben ist einfach sehr oft nicht drin.

Und so strömen wir in Gedanken ins Kaufhaus. Wir sind heiß. Wir brauchen es! Jetzt, sofort! Das Neue, das Aufregende! Wir sind auf der Suche nach einem neuen Paar Schuhe! Wir suchen nach dem Paar, das auf den ersten Blick unser Herz höher schlagen lässt. Wir flirten mit den Schuhen, werfen ihnen verstohlene Blicke zu, während wir durch die Regale ziehen. Unterwegs probieren wir hier und da mal ein Paar Schuhe an. Passt, aber mehr auch nicht. Der Wow-Effekt bleibt aus. Wir suchen weiter. Bis wir schließlich davor stehen: Da ist es! Das Traumpaar! Es ist perfekt. Wir atmen schneller, unser Herz schlägt. Wir wollen es haben! Das und kein anderes! Langsam nähern wir ihm uns, streichen behutsam über das Material. Uns wird warm. Wir lächeln. Ganz vorsichtig nehmen wir es auch dem Regal und probieren es an. Wir betrachten uns im Spiegel. Sitzt perfekt. Unsere Augen leuchten. Und jetzt kann uns nichts mehr aufhalten. So schnell wie möglich packen wir die Schuhe ein und rennen zur Kasse. Wieder ins Regal stellen und sich noch mal umschauen? Geht nicht. Ne andere könnte uns UNSERE Schuhe wegschnappen. Wir gehen aus dem Geschäft mit der Einkaufstasche mit den Schuhen und strahlen. Für nur 80 Euro das perfekte Glück gefunden! Und so einfach und unkompliziert. Ansehen, anprobieren, kaufen, zack – meins! Und den ganzen Tag laufen wir glücklich durch die Gegend und zuhause können wir es kaum erwarten, das Paar auszupacken, noch einmal anzuziehen – am liebsten in Kombination mit allem, was unser Kleiderschrank zu bieten hat – und schwupps landet das neue Paar Schuhe neben den anderen 12309875 Schuhen im Schrank. Doch das Glück hält trotzdem an. Wir brauchen nur ein einziges Mal den Schuhschrank öffnen und können all unsere Eroberungen begutachten – und es sind nicht grade wenige! Und das tollste: keiner dieser Schuhe im Schrank hat uns jemals auch nur ein einziges Mal enttäuscht! Haben wir mal wieder Lust auf ein bestimmtes Paar, holen wir es einfach aus dem Schrank raus. Wenn nicht, bleibt es eben drin und ein anderes wird hervorgeholt.

Möglicherweise sind Schuhe ein Symbol all unserer versteckten Sehnsüchte. Wir sehen uns nach dem Unkomplizierten. Wir sehnen uns nach Erfüllung. Wir sehen uns nach dem Abenteuer. Wir sehen uns nach Sex, unkompliziert, erfüllend, wie der Kauf von Schuhen.

 

Und somit unterscheiden wir uns gar nicht so sehr vom Mann. Das einzige, was uns unterscheidet sind 8 Sekunden und die Tatsache, dass wir es vorziehen, in Symbolen zu denken...

2.7.08 21:44
 


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